Wunden lecken
Jeder kennt den Ausspruch „sich die Wunden lecken“. Schaut man ins Lexikon heißt das übersetzt „sich von einer Niederlage erholen“. Dieser Spruch scheint also aus dem Tierreich zu kommen, wenn ein Tier im Kampf um sein Revier von seinem Gegner geschlagen wurde und abtrabte, begab er (weil ja meistens die Revierkämpfe nur unter Männern ausgetragen wurden/werden) sich meist in eine stille Ecke und fing an mit der Zunge seine wahren Wunden, nämlich seine körperlichen und nicht nur geistigen Wunden, zu lecken. Die Tierwelt kennt keine Bepanthen Wund und Heilsalbe oder ähnliches. Hunde haben zum Beispiel in ihrem Speichel bakterienhemmende Substanzen wodurch die Wunde „desinfiziert“ wird und die Heilung schneller beginnen kann.
Beim Menschen geht das natürlich nicht so einfach. Wir müssen, zumindest was die körperlichen Wunden betrifft, auf die Selbstheilungskräfte unserer Haut vertrauen und können diese mit Medikamenten und Verbänden aus der Apotheke unterstützen. Anders ist es bei den psychologischen Wunden, von denen man gerade im Zusammenhang mit dem Zitat spricht. Hier hilft oft nur Zeit und darüber sprechen. Bei dem einen sitzen die Probleme tief und müssen von einem Arzt / Psychologen. Der andere empfindet seine Wunden als sehr stark, überreagiert aber aufgrund seines Wesens. Oft kommen solche psychologischen Wunden im Zusammenhang mit dem Thema Liebe . Man verliert seine Liebe, wird abgewiesen oder ist einfach nur unglücklich verliebt. Diese Formen gibt es zig fach und ein Kraut ist dagegen meist nicht gewachsen. Es wird einfach so sein, dass die Zeit solche Wunden heilen muss. Außer, das Problem weitet sich aus. Wird zum Hirngespenst und zur krankhaften Faszination. Hier sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, denn da hilft weder Zeit noch Medikamente die man frei in der Apotheke erhält. Und gegen solche Schmerzen helfen natürlich auch keine Thomapyrin Schmerztabletten .



